Es bewegt sich was: Bergfotografie im Wandel
Erst lernten die Bilder laufen, jetzt fliegen sie sogar. Videos sind immer leichter zu produzieren und werden immer stärker nachgefragt – von den Redaktionen, den Betrachtern, den Algorithmen. Wo bleibt das gute, alte Foto? Über den rasanten Wandel der Bergfotografie und der (alpinen) Medien.
Mein Kapitel aus BERG 2025, dem Alpenvereinsjahrbuch von Deutschem Alpenverein, Österreichischem Alpenverein und Alpenverein Südtirol – Schwerpunkt „BergFokus: Fotografieren“ (Tyrolia-Verlag, S. 104–109).
Die leichte DJI Mini 4 Pro oder lieber die Mavic 3 Air, etwas größer, dafür mit Hasselblad-Objektiv? Hätte ich nicht gedacht, dass ich mir mal ernsthaft über solche Fragen Gedanken machen würde. Aber vor Kurzem war es so weit. Ich überlegte, mir eine Drohne anzuschaffen. Eine fliegende Kamera, so ein nervig-summendes Spielzeug für ausgewachsene Buben.

Warum nur? Weil die Bilder inzwischen nicht nur laufen, sondern auch fliegen gelernt haben. Und weil man als Fotograf immer öfter gefragt wird, ob man nicht beides liefern kann: Bilder und bewegte Bilder, Fotos und Videos. Und weil man als Redakteur einschlägiger Bergmedien immer öfter beide zur Hand haben will. Noch ein schneller Schwenk durch die Landschaft hier, noch ein kurzes Interview-Statement da.
Mit dem Aufkommen von Digitalkameras, die sowohl Foto- als auch Videofunktionen bieten, sind diese bildaufzeichnenden Technologien noch stärker miteinander verschmolzen, das Smartphone hat diese Integration zu Beginn des 21. Jahrhunderts in eine neue Dimension gebeamt. Heutzutage sind Smartphones mit hochauflösenden Kameras und erweiterten Videofunktionen ausgestattet, die es ermöglichen, professionelle visuelle Inhalte zu erstellen und zu verbreiten.
Die kleinen Supercomputer in unseren Hosentaschen haben nicht nur unseren Medienkonsum in bemerkenswert kurzer Zeit radikal verändert, sie haben auch Auswirkungen auf unser individuelles und gesellschaftliches Handeln, unser Verhalten. Der größte Unterschied zu den vorhergegangenen Wellen der medialen „Revolutionen“ ist die veränderte Rolle der User. Während vom Buchdruck bis zum Farbfernsehen die allermeisten passive Konsumenten waren, werden wir in der Welt des Internets gleichzeitig auch zu Sendern, zu Prosumenten. Wir konsumieren nicht bloß Inhalte, wir produzieren sie auch. Mit Auswirkungen auf die gesamte Medienbranche.

„Ein Video hier, ein Schnipsel dort“
Der große deutsche Fotograf Hans Hansen, berühmt geworden durch seine revolutionären Werbekampagnen für Lufthansa und VW, antwortete 2024, im Alter von 83 Jahren, auf die Frage, ob er jungen Menschen heute noch empfehlen würde, Fotografin oder Fotograf zu werden: „Wenn sie damit halbwegs sicher eine Familie ernähren möchten, würde ich abraten. So leid es mir tut, das zu sagen: Die Fotografie wird zur Nische werden und sich immer weiter in Richtung Kunst verschieben. Und davon können nur ganz wenige leben. (…) Heute findet fast alles im Netz statt, ein Video hier, ein Schnipsel dort.“
Dann sagt er noch etwas Interessantes: „Die Fotografie als kreatives Medium wird natürlich nicht verschwinden, aber die kommerzielle Fotografie, also die Auftragsfotografie, wird sich erledigen. Dabei wird gewiss auch die künstliche Intelligenz eine große Rolle spielen.“ (ZEIT Magazin, 18.1.2024)
Spricht man Elias Holzknecht darauf an, entgegnet er kühl: „Wenn ich alte Fotokolumnen aus den Neunzigern lese, dann war da ebenfalls schon vom Tod der Fotografie die Rede. Davon, dass die Digitalfotografie und der Computer alles zerstöre. Bis jetzt ist nichts davon eingetreten.“
Der 30-jährige Ötztaler hat von Kletterweltmeisterschaften bis zu wilden Expeditionen alle Facetten des Bergsports abgelichtet und sich schon in jungen Jahren einen Namen in der Szene gemacht. Nach dem Studium der Dokumentarfotografie an den Hochschulen in Hannover und Gent zieht es ihn nun immer mehr in Richtung Kunst, in die von Hansen angesprochene Nische.
Für eines seiner letzten Projekte bereiste Holzknecht die Micheldörfer. Davon gibt es in Österreich vier, die tatsächlich alle so heißen: Micheldorf. Es ist ein Streifzug durch die Peripherie, eine aufmerksame Dokumentation des ländlichen Lebens in Österreich. Mit einer Großbildkamera. Die muss man erst mal eine Viertelstunde aufbauen, dann noch mal zehn Minuten kalibrieren. Und zum Knipsen verschwindet der Fotograf unter einer dunklen Decke.
„Wenn die Leute die Kamera sehen, denken die meisten schon: ‚Oha, der meint es ernst.‘ Das merkt man auch bei den Porträts, der Ausdruck ist ganz anders, weil die Leute länger still sitzen müssen.“
Elias Holzknecht
Auch der Prozess des Entwickelns, „eigentlich eine total blöde Arbeit“, hat etwas Besonderes: „Wann hat man nach dem Fotografieren schon mal zwei Tage Zeit, über seine Arbeit nachzudenken?“ Filmanfragen bekommt Elias selten, etwa einmal im Jahr, aber er lehnt immer ab. „Das Medium Film ist total spannend und interessiert mich schon, aber das ist etwas ganz anderes.“ So nebenbei filmen, das kommt für ihn nicht infrage, auch wenn die Kamera, die digitale, es technisch könnte. Die großformatige Analoge kann es nicht.

Nur fotografieren? Fast wie Urlaub!
Anders handhabt das der aus dem Allgäu stammende Bergfotograf Alexander Fuchs: „Obwohl ich auf meiner Website gar keine Filmaufnahmen anbiete, kommen trotzdem immer wieder Anfragen rein“, sagt er. Eigentlich wollte er sich nach einem Praktikum bei einer Filmproduktionsfirma beruflich mehr in Richtung Fotografie entwickeln. Doch Kunden fragten um Videos an, unter ihnen der Österreichische Alpenverein, für den Fuchs eine Serie zum Thema Ehrenamt filmte.
„Es gibt schon einen Trend zum Video“, sagt er, „das merke ich auch bei Kollegen. Insgesamt überwiegt bei mir aber schon noch die Fotografie.“ Davon kann er auch leben. Doch wenn er mit alteingesessenen Fotografen rede, die schon Jahrzehnte im Business seien, dann höre sich der Trend nicht wirklich vielversprechend an. Die Honorare seien über die Jahre schon massiv zurückgegangen. Insgesamt sei es in der schnelllebigen Branche wichtig, in seiner Arbeitsweise flexibel zu sein: „Wenn ein lässiges Filmprojekt reinkommt, dann taugt mir das eben auch. Aber nur bis zu einem gewissen Punkt, denn wenn man sich in seiner Arbeit gar nicht mehr erkennt, muss man einen anderen Weg einschlagen.“

Die Osttirolerin Ramona Waldner träumte schon lange von einer Expedition in die Polarregionen dieses Erdballs. Bis dann eines Tages der Wind des Schicksals günstig stand und die deutsche Profikletterin Caro North sie fragte, ob sie denn mitkommen wolle, hinauf in den Hohen Norden. Eine reine Frauenexpedition sollte es werden, mit dem Segelschiff von Frankreich nach Grönland, für eine Bigwall-Erstbegehung.
Zusatzfrage: Ob sie denn auch filmen könne? Ramona war anfangs skeptisch, es wäre ihr erstes Filmprojekt nach vielen Jahren der Profifotografie. Aber Kollegen aus der Filmbranche und nicht zuletzt Caro selbst motivierten sie so weit, bis sie schließlich zusagte. Und sich nicht nur auf eine Polar-, sondern auch auf eine Filmexpedition einließ: die „Via Sedna“.
Monatelange Vorbereitungen folgten, das nötige Filmequipment wurde angeschafft. „Mein Honorar war quasi schon aufgebraucht, bevor ich überhaupt einen Fuß auf das Boot gesetzt habe“, schmunzelt Ramona Waldner. Finanziell lohnend war das Projekt nicht – aber eine ungemeine Bereicherung und eben auch eine Erweiterung des professionellen Portfolios. Drei Monate dauerte die Expedition, danach war Ramona noch ein volles Jahr mit den Nacharbeiten beschäftigt: Sortieren, Schneiden, Editieren. Das „bisschen Mitfilmen“ wuchs sich schlussendlich zu einem 90-minütigen Dokumentarfilm aus, der auf Filmfestivals weltweit gezeigt wurde.
„Die ersten Fotojobs nach dem Projekt ‚Via Sedna‘ fühlten sich dann fast wie Urlaub an. Ein paar Tage fotografieren, bearbeiten, abgeben, fertig. Herrlich!“
Ramona Waldner
Was Ramona Waldner nach ihrem ersten Filmprojekt aber auffiel, war die unglaubliche Menge an Feedback: „Ein Film kann einfach einen ganz anderen Sound transportieren, viel mehr Emotion rüberbringen. Was ich da an Rückmeldungen bekommen hab, war schon beeindruckend. Das ist mir bei Fotos so noch nie passiert, da hört man danach eigentlich selten was.“
Auch nach solch einem Großprojekt würde sie sich nicht als Filmemacherin beschreiben. Ramona ist nach wie vor Fotografin und wird auch als solche gebucht. Den Film sieht sie als zusätzliches Medium, das für manche Projekte einfach besser passt. Und als zusätzliches Standbein. Dass von den Kunden aber deutlich mehr Film- als Fotoprojekte angefragt werden, kann sie für sich nicht bestätigen. „Es ist eher so, dass von Kundenseite nun häufiger wer mitkommt und zusätzlich bei den Fotoshootings Behind-the-scenes-Material aufnimmt. Ich glaube, diese kurzen, authentischen Clips sind fast noch wertvoller für viele Unternehmen als stilisierte Hochglanzvideos.“

Und die sogenannte Künstliche Intelligenz? „Das ist schon spannend, ich glaube, dass wir uns als Kreative einfach anpassen müssen“, sagt Ramona Waldner. Den Bereich der dokumentarischen Fotografie sieht sie aber nicht gefährdet. Denn „das Authentische aussakitzln“, wie sie auf gut Osttirolerisch sagt, das gehe einfach nur vor Ort. Und damit schließt sich der Kreis zu Hans Hansen, der sagt:
„Ich glaube, dass Menschen eine feine Wahrnehmung haben. Dass sie Dinge erfühlen und spüren, die nicht sichtbar sind. Vieles ist sinnlich, aber ein Rechner eben nicht. Ein vom Computer erstelltes Foto mag absolut makellos sein. Aber es hat keine Aura, keine wirkliche Seele. Bei Tausenden von Abzügen sehen alle gleich aus, kein Korn, kein Charakter. Es gibt nichts Geheimnisvolles mehr.“
Hans Hansen
Tief in unserer DNA
Die Entwicklung hin zu mehr Video Content trifft aber nicht nur die Fotografen: Auch als freischaffender Journalist wird man mittlerweile immer öfter von Kunden darum gebeten, nicht mehr bloß eine gute Reportage mit nach Hause zu bringen, sondern möglichst noch ein paar dazugehörige Videoschnipsel. Was eine zusätzliche Herausforderung ist, denn Notizen machen, Fragen stellen und das Smartphone zücken kann schnell zu einer choreografischen Herausforderung werden, erst recht am Berg. Im besten Fall gibt es für den Extra-Content aber auch Extra-Honorar (ein bisschen).
Man kann daraus schließen: Selbst die besten Geschichten verkaufen sich nicht mehr so selbstverständlich wie früher, selbst die besten Bilder sorgen nicht mehr für genug Aufmerksamkeit, denn die Konkurrenz ist groß – ungleich größer, seit wir alle Prosumenten sind und die digitalen Kanäle mit epischen Bergbildern fluten. Aufmerksamkeit ist nicht nur ein rares Gut, sondern zugleich das rohe Gold der digitalen Industrie und Plattformen.

Dass man automatisch hinschaut, wenn sich etwas bewegt, hat über die Jahrtausende menschlicher Entwicklung wohl auch Sinn gemacht und ist tief in unserer DNA verankert. Die geheimnisvollen Algorithmen sind einzig und allein darauf programmiert, unsere Aufmerksamkeit abzuschöpfen. Mehr Aufmerksamkeit, mehr Daten, mehr Werbeeinnahmen. So einfach ist das Geschäftsmodell.
Dass das mit Videos besser funktioniert als mit Bildern, lässt sich an zwei Plattformen besonders gut dingfest machen: Instagram vs. Tiktok. Während Instagram mit Bildern startete, setzte Tiktok immer und ausschließlich auf Videos. Instagram ist in den vergangenen vier Jahren um etwa 53 Prozent gewachsen, Tiktok wuchs im selben Zeitraum um 202 Prozent (Statista). Erfolgreiche Formate werden kurzerhand kopiert, die Firma Meta ist ein Meister darin, siehe die 24h-Stories von Snapchat. Auch Google mit seiner Platzhirsch-Plattform YouTube springt auf und bietet seit 2023 die Möglichkeit, Kurzvideos (Shorts) hochzuladen. Im Hochformat!
Natürlich spürt man diese Entwicklung auch bei den Alpenvereinen: Es reicht längst nicht mehr, über die klassischen analogen Vereinsmedien wie die Mitgliedermagazine „Bergauf“ und „Panorama“, über Cardfolder und Booklets zu informieren. Will man Menschen mit seinen Inhalten erreichen, muss man eben dort hingehen, wo sich die Zielgruppe aufhält. Und das ist mittlerweile selbst für den Durchschnitt der Bevölkerung, von jung bis alt, die digitale Sphäre.
Weshalb auch die Redaktionen in den Alpenvereinen sich daranmachen, selbst komplexe Themen wie die Lawinenverschüttetensuche oder Erste Hilfe am Berg über Kurzvideos zu erklären. Ebenso Umweltthemen: Es berührt uns einfach emotional mehr, wenn wir ein Video von einem Bagger sehen, der auf Gletschereis herumwerkelt, als nur ein Bild davon. Oder einen Drohnenüberflug über eine unberührte Bergkuppe, die für eine Skigebietserweiterung weggesprengt, Pardon, „begradigt“ werden soll.

Es ist im Sinne der Öffentlichkeitsarbeit einfach unerlässlich, bei neuen Medienformaten mitzuspielen. Und zudem eine gute Gelegenheit, die Kompetenzhoheit der Alpenvereine im alpinen Bereich zu festigen und Präventionsarbeit zu leisten. Ob das nun eine Warnung vor einem besonders lawinengefährlichen Wintertag ist oder eine Erklärung der verschiedenen Arten von Biwaksäcken: Mit Video (und einem kompetenten Kopf darin) funktioniert das derzeit einfach gut.
Deshalb sind oft die Reichweiten der Videos größer als jene von statischen Fotos mit Texten. Aber auch, weil dieser Inhaltstyp von den Algorithmen der Plattformen (derzeit zumindest) bevorzugt wird, da hier – Achtung, hinschauen, es blinkt was – eben mehr Aufmerksamkeit zu monetarisieren ist. Video sells, das Bewegtbild ist gekommen, um zu bleiben. Aber wo bleibt da der stationäre Einzelframe, das klassische Foto? Schön eingerahmt am Wall of Fame der Mediengeschichte?
Der Wandel der Medienwelt
Wenn man auf den Social-Media-Kanälen des „Bergwelten“-Magazins vorbeischaut, dann sieht man dort mittlerweile bereits mehr Video- als Fotoposts. Die meisten der Inhalte wurden extra dafür redaktionell produziert, und wenn man sie mit denen im Magazin vergleicht, erinnern sie eher an die kurzen Themen am Anfang des Heftes als an die großen Reportagen. Da gibt es: „Das hast du noch nicht über Murmeltiere gewusst“, „Zu zweit ist es am Gipfel schöner“, „Die 7 Leave-no-Trace-Prinzipien“ oder „POV du willst mit KI vom Büro in die Berge“.

Warum so viele Videos, Katharina Brunnauer-Lehner? „Um Reichweite zu bekommen“, sagt die Chefredakteurin des Magazins. „Natürlich rennt man mit den Formaten immer den Plattformen hinterher, hofiert den Algorithmus. Aber es ist auch eine neue Art, Geschichten zu erzählen.“
Das Heft mit seinen langen Reportagen und der Auftritt im Digitalen, das sind für Brunnauer-Lehner zwei unterschiedliche Produkte, die auch unterschiedliche Ziele verfolgen: Das Magazin zum Abschalten am Abend auf der Couch, zum bewussten Lesen, mit der Möglichkeit, ein Foto auch mal länger als die im Web üblichen zwei Sekunden zu betrachten – während in den sozialen Medien der sogenannte Snackable Content dominiert, also gewissermaßen die kleine Info-Mahlzeit zwischendurch. Denn die Konkurrenz ist immer nur einen Swipe weiter. Trotz des verstärkten Fokus auf Video haben sich aber die Fotobudgets für das Magazin nicht verändert, man ist gewillt, beides in entsprechender Qualität abzuliefern.
Und bei den Printmedien des Alpenvereins? „Bergauf“, das Mitgliedermagazin des Österreichischen Alpenvereins, wird im Jahr 2025 von fünf auf vier Ausgaben reduziert. „Dahinter stecken sowohl Gedanken der Nachhaltigkeit als auch der Kostenersparnis“, erklärt Chefredakteurin Evelin Stark. „Nur noch viermal zu drucken und nur noch viermal zu versenden, spart CO2 und ist Teil der Klimastrategie.“ Aber natürlich gehen auch die Anzeigenerlöse zurück, wie überall, vor allem seit Corona.
„Bergauf“ bleibt aber als Magazin ein Medium, das man bewusst abends auf der Couch konsumiert. „Tiefgehende Inhalte zu Naturschutz- oder Sicherheitsthemen findet man in einem kurzen Video auf Tiktok nicht“, sagt Evelin Stark. Deshalb wird das Magazin als wichtigster Kommunikationskanal zu den Mitgliedern trotz wachsender Aufmerksamkeitskonkurrenz durch immer und überall verfügbare Videos auf absehbare Zeit bestehen bleiben.

Auch bei „bergundsteigen“, dem Fachmagazin der deutschsprachigen Alpenvereine, legt man großen Wert auf die grafische Gestaltung und die Qualität des analogen Printprodukts. „Kurzlebige Videoclips sind für viele mittlerweile fast zur Standardform des Konsums von Medieninhalten geworden“, sagt Chefredakteur Gebi Bendler. „Tiefgründiges Fachwissen lässt sich in dieser Form aber nicht vermitteln.“ Obwohl auch bei „bergundsteigen“ der Fokus seit einigen Jahren auf der Website und den Social-Media-Kanälen liegt, steigen die Abozahlen für das Printmagazin – eine seltene Ausnahme in der Welt des Gedruckten. Warum, Gebi Bendler?
„Aus der schnelllebigen digitalen Konsumwelt, der wir alle ausgesetzt sind, auszusteigen und sich wirklich auf etwas Haptisches einzulassen, wird immer mehr zum Luxus. Es geht auch ein bisschen darum, eine Gegenwelt zu schaffen.“
Gebi Bendler
Mehr zum Thema auf diesem Blog: Bergsport & Social Media: Ich poste, also bin ich
Das Buch: BERG 2025
Dieser Text ist im Alpenvereinsjahrbuch BERG 2025 erschienen, dem gemeinsamen Jahrbuch von Deutschem Alpenverein, Österreichischem Alpenverein und Alpenverein Südtirol. Der Schwerpunkt „BergFokus“ widmet sich in dieser Ausgabe dem Fotografieren, die „BergWelten“ führen auf den Dachstein. Der Text gibt den Stand vom Sommer 2024 wieder.
- Herausgeber: DAV, ÖAV und AVS
- Redaktion: Axel Klemmer
- Verlag: Tyrolia, Innsbruck
- 256 Seiten, ISBN 978-3-7022-4238-1
- Erhältlich im Buchhandel und über die Alpenvereinssektionen
