Höhenmeter sammeln mit dem Goldi

Mit einem der erfolgreichsten Skispringer auf den Gaisberg bei Salzburg radeln: Ein Ausflug, bei dem wir Höhenmeter, aber viel mehr noch die richtige Motivation im Alltag sammeln.

(Artikel erschienen auf bergwelten.com)

War ja eigentlich klar, dass man es einem Weltklasse-Athleten nicht abkaufen darf, wenn er sagt: „Nana, heut mach ma mal g’mütlich, is ja ka Rennen“. Zwei, drei Kehren geht das gut, aber dann schaltet anscheinend irgendwas um in seinem Innersten und zagg – der Goldi zieht vorne weg, wird langsam kleiner, ist verschwunden.

Wir sind mit unseren Velos an den Gaisberg gekommen, Salzburg’s Hausberg, mit dem Ziel: Höhenmeter zu sammeln für das Projekt Red Bull Gipfelstürmer. Und um im Windschatten vom Andi Goldberger nach oben zu strampeln, als Zusatzmotivation quasi. Nur leider ist er jetzt vorne weg, „ab der Zistelalm wird’s so richtig steil, des traut ma dem Gaisberg gar nit zua, aber der wird so a richtiger Teifl“, hatte er uns vor dem Start noch gewarnt. 

Andreas „Andi“ Goldberger also, einer der berühmtesten Skispringer der Neuzeit – zwei Mal die Vierschanzentournee dominiert, Bronze bei Olympia, drei Mal Gesamtweltcup. Er war gut dabei, kann man sagen, doch was macht er eigentlich, seit die Profi-Karriere beendet ist? Wie erwartet: Nicht auf der faulen Haut sitzen. „Na also ehrlich, so a Tag ohne Sport, des gibt’s bei mir nur selten. Da laff‘ i einfach nit rund, des merk i glei. Für mi is Sport Erholung! Ma is draußen, in der Natur, fahrt wo auffi, schaugt obi, ma hat was g’schaff. Da kommt der Kreislauf in Schwung, da lafft der Körper rund. Es gibt wohl nix Schöneres, oder?“

War ja eigentlich klar, dass man es einem Weltklasse-Athleten nicht abkaufen darf, wenn er sagt: „Nana, heut mach ma mal g’mütlich, is ja ka Rennen“. Zwei, drei Kehren geht das gut, aber dann schaltet anscheinend irgendwas um in seinem Innersten und zagg – der Goldi zieht vorne weg, wird langsam kleiner, ist verschwunden.

Wir sind mit unseren Velos an den Gaisberg gekommen, Salzburg’s Hausberg, mit dem Ziel: Höhenmeter zu sammeln für das Projekt Red Bull Gipfelstürmer. Und um im Windschatten vom Andi Goldberger nach oben zu strampeln, als Zusatzmotivation quasi. Nur leider ist er jetzt vorne weg, „ab der Zistelalm wird’s so richtig steil, des traut ma dem Gaisberg gar nit zua, aber der wird so a richtiger Teifl“, hatte er uns vor dem Start noch gewarnt. 

Andreas „Andi“ Goldberger also, einer der berühmtesten Skispringer der Neuzeit – zwei Mal die Vierschanzentournee dominiert, Bronze bei Olympia, drei Mal Gesamtweltcup. Er war gut dabei, kann man sagen, doch was macht er eigentlich, seit die Profi-Karriere beendet ist? Wie erwartet: Nicht auf der faulen Haut sitzen. „Na also ehrlich, so a Tag ohne Sport, des gibt’s bei mir nur selten. Da laff‘ i einfach nit rund, des merk i glei. Für mi is Sport Erholung! Ma is draußen, in der Natur, fahrt wo auffi, schaugt obi, ma hat was g’schaff. Da kommt der Kreislauf in Schwung, da lafft der Körper rund. Es gibt wohl nix Schöneres, oder?“

Finden wir auch. Nur unterscheiden sich die meisten wohl in dem Tempo, in dem sie nach oben treten, rennen, sprinten. An Profi-Bewerben nimmt der Goldi zwar nicht mehr Teil, trainieren nach Plan, das hat er lange genug gemacht. Jetzt zählt für ihn primär der Spaß an der G’schicht, „i muass ja kane Schanzenrekorde mehr springen“, meint er. Nur Spaß, das ist für ihn auch sowas wie der Ötztaler Radmarathon, 5.000 Höhenmeter am Tag. „Mei lei echt deppat, der is heuer am 1. September, die Red Bull Gipfelstürmer Aktion läuft aber nur bis zum 31. August! Harrschdi, kannat ma des nit umman Tag verlängen?“

Der große Motivator Goldberger

Der gebürtige Salzburger Blondschopf ist auch bei einer „entspannten“ Radrundfahrt gleich fröhlich, wie er bei seinen berühmten Moderationen im Fernsehen wirkt. Und wenn man sich vom Goldi was abschauen kann, dann bestimmt in Punkto Motivation. „An der scheitert‘s bei mir mal sicher nit, man muss mi scho eher bremsen. Vor allem, wenn’s a schians Wetter hat, da grig i direkt an Freizeitstress. Aber für a g’sunde Portion Sport, dafür muss einfach Zeit sein, Ausreden gibt’s nit. A nit bei schlechtem Wetter, und wenn ma lei a Ründl Laffn geht, irgendwas geht immer.“

Danke, Goldi – da werden wir dich beim nächsten Regentag zitieren, wenn der innere Schweinehund mal wieder zu siegen droht und die Gravitationskraft des Sofas ihr übriges tut. Aber so langsam wird auch verständlich, warum uns der einst so maximalkräftige Skispringer jetzt im Ausdauersport abhängt wie sonst was – er macht halt einfach jeden Tag was draußen. Aber Goldi wäre nicht Goldi, wenn er nicht nach ein paar Kehren wieder mit einem breiten Lächeln mit seinem Karbonrad von oben runtergedüst kommt, hinter uns umdreht und wieder für uns Tempo macht. „Geat scho Burschen, nimma weit bis zur Zistelalm. Da seids dann gut aufgewärmt, weil oben, i sag’s euch, da wird er zum richtigen Teufel, der Gaisberg.“ Was den Goldi natürlich nicht im Geringsten stört, alles nur Trainingsmeter für den Ötztaler, denn irgendwie: Einmal Profisportler, immer Profisportler.

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